wacken.com gehackt. Aber freundlich.

Hack auf wacken.com

Hack auf wacken.com

Die Seite des Wacken Open Air ist am 17. Januar, genau 200 Tage vor dem Festival, gehackt worden. Es sollte offenbar eine Schocktherapie sein. Denn der Hacker mit dem Namen De Gris wollte damit auf ein (augenscheinlich tatsächlich) großes Sicherheitsloch hinweisen, das sogar die Backups bedrohe. Gelöscht habe er nichts und wollte dem Admin der Seite per Mail erklären, wie die Lücke geschlossen werden kann.

Ein freundlicher Hack also – der nun ausführlich im WOA-Forum diskutiert wird. Dort wurde auch die Frage gestellt, warum der Hacker nicht einfach eine Mail an den Admin geschrieben habe. Die Antwort von De Gris: Schon vor dem 2009er-Festival habe er einen Hinweis auf ein Sicherheitsproblem gegeben, musste aber einige Überzeugungsarbeit leisten, bevor er ernst genommen wurde. Er ist ein Fan, hat bereits sein Ticket für 2010 und freut sich auf das Festival. Mit dem Abschalten wolle er größeren Schaden abwenden, da bösartige Hacker die Seite komplett löschen oder mit anderen Inhalten ersetzten könnten.

Dennoch: Die Aktion dürfte alles andere als legal sein und die WOA-Macher könnten die Kripo einschalten.

Im Forum nimmt die Diskussion unterdessen bizarre Formen an. Wäre der Hack an anderer Stelle passiert, wütende Kommentare wären die Folge. Hier will man stattdessen einen T-Shirt-Fanclub gründen.  Bildmotive gibt’s auch schon. Stimmen, die die Aktion verurteilen, sind in in der Unterzahl. Selbst ein Administrator, der sich (einige Stunden nach dem Hack) eingeschaltet hatte, war offenbar nicht allzu sauer. Er fand es zwar nicht in Ordnung, die Seite offline zu setzen, bat De Gris aber nach der Reparatur, die Seite noch einmal nach Lücken zu prüfen.

Was er auch tat. Das Leck ist mittlerweile gestopft und wacken.com wieder online.

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