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Erste Woche ohne den Google-Reader – Feuerprobe für Feedly

Google-Reader

Den Google-Reader gibt’s nicht mehr.

Vor gut einer Woche, am 1. Juli 2013, hat Google seinen RSS-Reader abgeschaltet. Die Proteste der Nutzer waren zwar zahlreich und laut, doch Google hat sich davon nicht beeinflussen lassen. Einer der beliebtesten Reader ist vom Markt verschwunden. Jammern nutzt wenig. Es müssen Alternativen her. Ich habe mich für Feedly entschieden – und bereue es nicht. Selbst wenn das Programm bei iOS derzeit etwas ins Stolplern gerät.  Continue reading

Das Aus für den Google Reader und die Alternativen

We're retiring Reader on July 1. We know many of you will be sad to see it go. Thanks for 8 great years! http://t.co/0jtSqBnORp
@googlereader
Google Reader

Quizfrage: Wie bekommt man es hin, trotz der Papstwahl die Trending-Topics bei Twitter zu dominieren? Man hat ein Unternehmen Namens Google und entscheidet, einen der populärsten RSS-Feeder dieses Planeten einzudampfen.

Genau das hat Google am 13. März 2013, am Tag, als sich Jorge Mario Bergoglio den Namen Franziskus gab, getan. Der Google Reader wird zum 1. Juli 2013 eingestellt.

Google Reader wird zum 1. Juli 2013 eingestellt

Der Google Reader wird zum 1. Juli 2013 eingestellt

Schon seit Jahren macht sich Google in regelmäßigen Abständen zu einem Frühjahrsputz auf und stellt diverse Dienste und Angebote ein. In der Regel betrifft das Dienste, die von den Google-Mitarbeitern nebenbei erstellt worden sind und bei denen sich die Zahl der Nutzer in überschaubarem Rahmen bewegt. Doch dieses Mal hat es mit dem Google Reader ein populäres Angebot getroffen, das bereits seit 2005 existiert. Seitdem hat sich der Reader bei vielen Nutzern zu einem Tool entwickelt, das im RSS-Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Auch bei mir.

Nun hat Google ein Auge auf die Statistiken geworfen und dabei offenbar festgestellt, dass die Anzahl der Nutzer stetig sinkt. Und zwar auf ein Level, dass das Weiterbetreiben des Dienstes sich nicht lohne. Mir ist zwar nicht ganz klar, was für einen Aufwand das Betreibenen eines derartigen Selbstläufers bedeutet. Vielleicht gibt es ja auch andere Gründe. Die Süddeutsche spekuliert, dass das Aus eine Kapitulation vor den sozialen Netzen ist. Tatsächlich hat die Relevanz von RSS mit dem Aufstieg von Facebook und Twitter etwas verloren. Aber tot ist die „Really Simple Syndication“, dafür steht die Abkürzung RSS, deshalb noch lange nicht. Gerade Menschen, die sich aus welchen Gründen auch immer mit Nachrichten und Informationen aus vielen unterschiedlichen Quellen beschäftigen müssen, wissen die Vorzüge des RSS zu schätzen. Und sehr viele dieser Menschen nutzen dafür den Google Reader. Weil er einfach und einfach gut ist.

Der Protest gegen das Aus folgte erwartungsgemäß umgehend und lautstark. Auf Twitter geht’s drunter und drüber, in Blogs ist das Entsetzen groß. Jemand aus den USA hat sogar eine Petition gestartet: Google möge die Entscheidung überdenken und den Reader weiterleben lassen. Immerhin: Knapp einen Tag später haben mehr als 31.000 Menschen diese Petition unterzeichnet.

Theoretisch könnte diese Petition Google zum Umdenken bewegen. Praktisch sollte sich die Reader-Nutzer aber nach einer Alternative umsehen. Die Jungs von t3n haben schon vor geraumer Zeit fünf alternative Lösungen vorgestellt. Ich persönlich tendiere momentan zu Good Noows – ein webbasierter Dienst, der einen recht guten Eindruck macht. Wie übrigens die Feeds, die sich im Laufe der Jahre im Google Reader angesammelt haben, bequem exportiert werden können, steht auf Caschys Blog.

Tipp am Rande: Vor dem Export könnte es sinnvoll sein, die eigene Feed-Sammlung zu überprüfen und auszumisten. Die ein oder andere RSS-Leiche wird dabei sein oder auch einige Quellen, die nicht mehr interessant sind. Ein Frühjahrsputz kann ja auch was Gutes sein.