Life of agony, Bochum Matrix

Life of agony, Bochum Matrix, 4. April 2010

Life of agony, Bochum Matrix, 4. April 2010

Lange hatten die Anhänger von Life of agony auf die Bühnen-Rückkehr der New Yorker gewartet, in Bochum sollte dieses Warten nun ein Ende haben. Und nicht nur das. Als Bonbon hatten Keith Caputo und seine Mannen nicht nur ein einfaches Konzert angekündigt, sondern die Live-Version ihres 1993er-Albums River runs red. Das legendäre Konzeptalbum in voller Länge. Entsprechend groß war der Andrang, die Matrix selbstredend ausverkauft.

Doch der heiß ersehnte Abend entpuppte sich als seltsames Konzert. Caputo zog es vor, nach ein paar Songs von der Bühne zu verschwinden und statt dessen im Fotograben zu hocken. Offenbar hatte ein Besucher seinen Plastikbecher auf die Bühne geworfen und dabei den Sänger getroffen. Der hatte fortan keine Lust mehr und verschwand direkt vor die Wellenbrecher. Dabei gibt es in der Matrix in der Regel gar keinen Fotograben. Die Veranstalter hatten ob des Andrangs auf das LOA-Konzert eine Ausnahme gemacht.

Keith Caputo von Life of agony, Konzert 4.4.2001 in der Matrix Bochum

Noch steht er auf der Bühne.

Caputo also (fast) auf Augenhöhe mit den Zuschauern, der Rest der Musiker auf der Bühne. Das hatte zur Folge, dass nur die Zuschauer in den ersten Reihen der Matrix-Katakomben den kleingewachsenen Sänger sehen konnten. Der Rest im ausverkauften Haus hatte den Eindruck, die Stimme kommt vom Band und auf der Bühne werden lediglich die Instrumente bearbeitet. Die Reaktionen der Zuschauer waren entsprechend von Frustration und Wut geprägt.

Ein Holländer, der mit ein paar Freunden mehrere hundert Kilometer Anfahrt plus Hotelübernachtung in Bochum in Kauf nahm, haute nach dem Konzert mächtig auf den Putz: Er wollte sein Geld wiederhaben, legte sich mit der Security an und brüllte mit erstaunlicher Kondition den Laden zusammen. Ob er das Eintrittsgeld tatsächlich zurückbekommen hat, weiß ich nicht. Ein Verantwortlicher ließ sich nicht blicken und wir zogen irgendwann ab. Noch außerhalb der Matrix hörten wir die lautstarken Beschwerden des Holländers.

Konzertbericht auf derwesten.de: Life of agony, nur für die erste Reihe

Eine Fotostrecke gibt es auch, nämlich hier.

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