Lemmy als Püppchen

Die Meldung traf mich unvorbereitet: „Die Auslieferung der Lemmy-Action-Figur verzögert sich. Der Termin Mitte Dezember könne nicht eingehalten werden, da …“

Moment. Lemmy Kilmister, der Motörhead-Lemmy, der Inbegriff des Rock’n’Roll, der große Rebell … als Püppchen? Für zum in den Wohnzimmer-Glasschrank stellen?

Dass es allerlei Figuren rund um Star Wars gibt – gut. Auch Miniaturen von Charakteren aus Herr der Ringe sind noch einigermaßen nachvollziehbar. Aber von Lemmy? Was habe ich da verpasst?

Ziemlich viel, wie es scheint. Denn offenbar gibt es einen Markt für Metal-Heroen-Action-Püppchen, wie eine spontane Google-Recherche ergab. Wenn die 15 Zentimeter große Lemmy-Figur (auf einem Podest, mit Mikroständer) auf den Markt kommt, gesellt sie sich in einen wachsenden Kreis von Musikerpüppchen. Der ist mittlerweile so groß, dass sich ein Händler in den USA ausschließlich auf den Vertrieb von Rock’n’Roll-Figuren spezialisiert hat. Auch in Deutschland wird der Bedarf gedeckt. Da gibt es Rob Zombie, Eddie von Iron Maiden, Ozzy Osbourne, Kurt Cobain, diverses von Kiss, Jimmy Page darf nicht fehlen, mit dabei sind auch Angus Young und Brian Johnson.

Auf Festivals pflegen die Besucher „Duschen ist nicht Metal“ zu skandieren. Aber mit Püppchen spielen. Soso.

Dieser Beitrag wurde am 30.11.2007 auf „hart gerockt“ bei derwesten.de veröffentlicht, ist dort aber nicht mehr abrufbar.

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