Hochzeitsbitter – der Text

Vor gut einem Jahr habe ich hier über meine Erfahrungen als Hochzeitsbitter geschrieben. Eine Tradition, die ich bis dahin zwar nicht kannte, die aber augenscheinlich viele Menschen interessiert und die noch oft praktiziert wird. Sowohl in Kommentaren als auch oft per E-Mail haben sich seitdem viele Menschen über den genauen Text erkundigt.

Da wir, die beiden Hochzeitsbitter, des Plattdeutschen nicht mächtig sind, bekamen wir eine wunderbare Version in Lautschrift zu Hand, sodass wir abwechselnd die Absätze vorlesen konnten. Plattler werden zwar die Hände überm Kopf zusammenschlagen, doch sie mögen es uns bitte nachsehen. Es war für uns die einzige Möglichkeit, den Text ansatzweise richtig vorzutragen.

Und hier ist sie nun, die Lautschrift-Version:

Chudden Dach!

Denn Hoot nemm ik for ü draff,
dat icke weer kommen dröff.

Stürt uden Hund und holt uden Mund,
de Hochtiednögers van [Name der Braut] un [Name des Bräutigams] de kommen.

Van Broat un Brörgam kom ik her,
ü sollt kömmen met Auto of met perd,
to de Hochtied [Tag] [Monat] [Jahr] (Datum auch auf Platt!)

Hochtiedhollen ist nicht übel,
dat steht ja ok al inne Bibel.

Op de Hochtied willen wi recht lustig sein,
drum load ik ü ok alle ein.

Oll un jung, klain und groot,
so asse bünt – int hus te hoop.

Nu loat us erst’n Kotten nämmen,
un ik mutt noch ’n Wörtken seggen:

Wichst ude schoo un krüllt de Haar,
dann wött alls chutt, oane Gefoahr.

Maakt ü fien, nicht allto fien,
de Broatlö will de fiensten sein.

Nu schmückt mien hoot met buntet band,
dann treck i wieder dör’t chanze Land.

Den Originaltext auf Plattdeutsch habe ich leider nicht mehr. Aber Menschen, die des Plattdeutschen mächtig sind, werden den Kauderwelsch sicherlich wieder zurückübersetzen können.

Viel Spaß, das bunte Band für den Hut nicht vergessen und Vorsicht mit den Schnäpperken!

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