Archiv für den Monat: März 2012

Hochzeitsbitter – der Text

Vor gut einem Jahr habe ich hier über meine Erfahrungen als Hochzeitsbitter geschrieben. Eine Tradition, die ich bis dahin zwar nicht kannte, die aber augenscheinlich viele Menschen interessiert und die noch oft praktiziert wird. Sowohl in Kommentaren als auch oft per E-Mail haben sich seitdem viele Menschen über den genauen Text erkundigt.

Da wir, die beiden Hochzeitsbitter, des Plattdeutschen nicht mächtig sind, bekamen wir eine wunderbare Version in Lautschrift zu Hand, sodass wir abwechselnd die Absätze vorlesen konnten. Plattler werden zwar die Hände überm Kopf zusammenschlagen, doch sie mögen es uns bitte nachsehen. Es war für uns die einzige Möglichkeit, den Text ansatzweise richtig vorzutragen.

Und hier ist sie nun, die Lautschrift-Version:

Chudden Dach!

Denn Hoot nemm ik for ü draff,
dat icke weer kommen dröff.

Stürt uden Hund und holt uden Mund,
de Hochtiednögers van [Name der Braut] un [Name des Bräutigams] de kommen.

Van Broat un Brörgam kom ik her,
ü sollt kömmen met Auto of met perd,
to de Hochtied [Tag] [Monat] [Jahr] (Datum auch auf Platt!)

Hochtiedhollen ist nicht übel,
dat steht ja ok al inne Bibel.

Op de Hochtied willen wi recht lustig sein,
drum load ik ü ok alle ein.

Oll un jung, klain und groot,
so asse bünt – int hus te hoop.

Nu loat us erst’n Kotten nämmen,
un ik mutt noch ‘n Wörtken seggen:

Wichst ude schoo un krüllt de Haar,
dann wött alls chutt, oane Gefoahr.

Maakt ü fien, nicht allto fien,
de Broatlö will de fiensten sein.

Nu schmückt mien hoot met buntet band,
dann treck i wieder dör’t chanze Land.

Den Originaltext auf Plattdeutsch habe ich leider nicht mehr. Aber Menschen, die des Plattdeutschen mächtig sind, werden den Kauderwelsch sicherlich wieder zurückübersetzen können.

Viel Spaß, das bunte Band für den Hut nicht vergessen und Vorsicht mit den Schnäpperken!

Schriftgröße im Editor von Wordpress 3.3.1 ändern

Der visuelle Editor von Wordpress

Mit dem Update auf Wordpress 3.3.1 ist im Backend die Schriftgröße des visuellen Editors unangenehm klein geworden. Zwar gab es mal auch bei mir durchaus Zeiten, in denen die die Schrift recht klein sein durfte, um möglichst viel auf den Bildschirm zu bekommen. Mit zunehmendem Alter hat sich das geändert. Wenn mir heute jemand einen mit 8pt-Arial-Schrift bedruckten Zettel hinlegt, sehe ich im ersten Moment nur eine graue Fläche. Näher ran, Augen zukneifen, etwas zurück … und dann aufgeben.

Die Größe darf also ruhig üppiger ausfallen. Gegen 16 Punkt habe ich nichts einzuwenden … und das gilt nicht nur für Papier, sondern auch für Bildschirme. Der Wordpress-Editor kommt diesem Wunsch aber leider nicht nach. Es gibt in den Einstellungen keine Möglichkeit, die Schriftgröße (und auch -art) zu ändern. Eine Schnellabfrage bei Google gibt zwar etliche Lösungsvorschläge preis, doch Zielführendes war leider nicht dabei. Die meisten Tipps und Tricks beziehen sich auf ältere Versionen von Wordpress, in denen Tiny MCE, also der integrierte WP-Editor, mit anderen CSS-Mitteln implementiert war. So führten weder Hinweise für Quellcode-Änderungen noch diverse Plugins zum Erfolg.

Also habe ich mich selbst auf Quellcode-Suche begeben, um die Sache manuell zu erledigen. Da die Wordpress-Skripte aber derart undurchsichtig und ausufernd sind, hätte ich eine Nadel im Heuhaufen wohl eher gefunden. Zum Glück gibt’s Firebug. Das Firefox-Addon ist das Mittel der Wahl, um möglichst schnell den Weg zur richtigen Quellcode-Stelle zu finden. Und die ist tatsächlich ziemlich gut in den Eingeweiden von Wordpress versteckt:

./wp-includes/js/tinymce/themes/advanced/skins/wp_theme/content.css

Diese Datei muss (zum Beispiel via FTP) vom Webserver auf die lokale Festplatte kopiert und mit einem Text-Editor geöffnet werden.

content.css

Ausschlag gebend sind die Werte in der Klasse body. Unter font kann die gewünschte Schriftgröße eingegeben werden, der Wert hinter dem / legt die Zeilenhöhe fest. Es empfiehlt sich eine Eingabe in Pixel (px), das ist letztlich aber jedem selbst überlassen. Nur mit Prozent-Angaben sollte man vorsichtig sein. Das kann unangenehme Effekte bei Vererbungen auslösen.

In diesem Zuge kann übrigens auch die Schriftart des visuellen Editors verändert werden. Ob nun mit oder ohne Serifen, Standard oder exotisch, hängt vom Geschmack des Benutzers ab.

Nach den Änderungen in der content.css muss die Datei wieder per FTP in das entsprechende Verzeichnis hochgeladen werden. Der WP-Editor startet nun mit den neu eingegebenen Werten.

Cube Ubuntu 11.10

Ubuntu 11.10 mit Cairo Dock

Zugegeben: Das ist ein leicht nerdig angehauchter Videoclip. Zu sehen ist ein mit Cairo Dock aufgebohrtes Ubuntu 11.10. An sich ist das nichts besonderes und im Netz gibt es zuhauf spektakulärere Ubuntu-Videos. Das Interessante ist aber das Umfeld: Ubuntu mit Cairo-Dock läuft auf meinem uralten Notebook Acer Aspire 5570Z. Der Rechner hat seine besten Tage bereits hinter sich und ist mit einem Windows-System mittlerweile völlig überfordert. Win7 bekommt man damit nur eingeschränkt zum Laufen und das Arbeiten ist damit alles andere als angenehm.

Cube Ubuntu 11.10Der Versuch, Ubuntu auf dem Aspire einzusetzen, war die richtige Entscheidung. Das Notebook rennt. Selbst die recht ressourcen-intensiven Spielereien wie den Cube meistert das alte Schätzchen problemlos.

Mit der Ubuntu-Installation habe ich übrigens mehrere Hundert Euro gespart. Denn aufgrund des (unter Windows) immer langsamer werdenden Rechners hatte ich schon Ausschau nach einem neuen Notebook gehalten. So ein Kauf ist – vorerst – nicht mehr notwendig. Nicht nur, dass der alte Acer mit Ubuntu einen zweiten Frühling erlebt – Ubuntu selbst ist auch ein hervorragendes Betriebssystem. Seit mehreren Monaten habe ich das auf Linux basierende System im Einsatz und bin in allen Bereichen höchst zufrieden. Es gibt fast nichts, was Ubuntu nicht könnte und kommt vor allem äußerst Benutzerfreundlich daher.