Big4 – Reaktion von Veranstalter Marek Lieberberg

Es war ein recht langes Telefonat mit Marek Lieberberg, Chef einer der größten und erfolgreichsten Konzertagenturen. Nein, diese Kritik wolle er nicht auf sich sitzen lassen, darüber müsse man reden. Also redeten wir über das, was am Samstagabend (2.7.2011) beim Big4-Konzert im Innenraum der Arena Gelsenkirchen schief gelaufen ist und auch über das, was ich hier im Blog und im Westen geschrieben habe.

Dabei ging es im Wesentlichen nicht um das Geschriebene, sondern um das Beschriebene. Doch der Reihe nach.

Ein Veranstalter könne nicht für etwas verantwortlich gemacht werden, wofür er nicht zuständig ist. Zu oft sei in meinem Text direkt der Veranstalter kritisiert worden und nicht der Verantwortliche. Zwar habe ich die Getränkestände eindeutig dem „S04-Catering“ und nicht dem Veranstalter zugeschrieben, doch einige andere Bereiche will ich an dieser Stelle gerne konkretisieren. Die Zuständigkeiten laut Lieberberg:

  • Für das Catering (Getränke und Essen) war die „Schalke 04 Arena Management GmbH“ verantwortlich.
  • Das gilt auch für die Toiletten.
  • Zwar hat der Veranstalter MLK die Sound- und Lichttechnik zur Verfügung gestellt. Wie diese benutzt und eingesetzt wurde, darauf hatte MLK nach eigenen Angaben keinen Einfluss. Die Tontechniker der Bands übernahmen diesen Job und damit auch die Verantwortung.
  • Für die ÖPNV-Anbindung sowie für Sonderzüge sind die Verkehrsbetriebe zuständig (hier: Bogestra). Eine gute Anbindung wird von Lieberberg ausdrücklich gefordert – „schließlich zahlen wir als Veranstalter dafür eine Menge Geld an die ÖPNV-Betriebe.“ (Die ÖPNV-Situation hatte ich selbst zwar nicht aufgegriffen, sie wurde aber in den Kommentaren thematisiert.)

Über die Zuständigkeiten aufzuklären, war aber nicht die primäre Intention von Lieberberg. Er stimmte vielmehr zahlreichen  Kritikpunkten sowohl im Beitrag als auch in den Kommentaren hier und im Westen zu. Mehr noch, er konkretisierte sie und forderte Konsequenzen. „Es muss etwas passieren, damit man uns hier wiedersieht“.

Im Mittelpunkt seiner Kritik steht die „Schalke 04 Arena Management GmbH. Bereits am Mittag habe Lieberberg eine Mail an Geschäftsführer Rüdiger Mengede geschickt. Inhalt: Sechs Punkte, über die der Veranstalter dringend mit dem Arena-Management reden will. Unter anderem über die schlechte Versorgungssituation aufgrund zu wenig Getränke- und Essensstände, über zu wenig Personal, über unzumutbar lange Wartezeiten, über zu wenig Toilettenhäuschen, über die Mängel Infrastruktur in der Arena allgemein …

Die detaillierten Kritikpunkte von Marek Lieberberg sind im Artikel drüben im Westen nachzulesen.

Übrigens: Die Versuche, auch von Management der Gelsenkirchener Arena eine Stellungnahme zu bekommen, verliefen heute im Sande. Man wolle sich erst am nächsten Tag äußern. Schriftlich.

In diesem Zusammenhang sei auf den Kommentar des Nutzers „ruhrpottkoenig“ auf derwesten.de verwiesen:

Danke Danke Danke für diesen Bericht. Es wurde Zeit das sich mal ein veranstalter sehr lautstark meldet bei diesen chaotischen Zuständen. Da lernen einige nicht dazu… Gruss ein insider.

 

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One thought on “Big4 – Reaktion von Veranstalter Marek Lieberberg

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